Gutachtenstelle Björn Bühler
Gutachtenstelle Björn Bühler
Sachverständiger für forensische Psychiatrie
Sachverständiger für forensische Psychiatrie 

Waffenrechtliche Gutachten

Das Vorliegen einer persönlichen Eignung ist eine allgemeine Voraussetzung für die Erteilung von Waffen- oder Munitionserlaubnissen. Die entsprechenden Vorschriften für die Begutachtung zur persönlichen Eignung im Sinne des Waffengesetztes (WaffG) finden sich im §6 WaffG. Danach ergeben sich zwei mögliche Gründe für die Begutachtung in waffenrechtlichen Fragen:

 

1. Der Antragsteller hat das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet.

 

2. Es bestehen sonstige Zweifel an der persönlichen Eignung.

Durchführung der Begutachtung

Wenn die zuständige Behörde die Durchführung einer Begutachtung verlangt, muss der Betroffene die Erstellung eines entsprechenden Gutachtens selbst und auf eigene Kosten veranlassen.

 

Die Durchführung ist abhängig von der Frage, aus welchen Gründen die Begutachtung erforderlich ist. Das Verfahren zur Begutachtung von Antragstellern unter 25 Jahren unterscheidet sich vom Verfahren zur Begutachtung bei Zweifeln an der persönlichen Eignung grundlegend.

 

Beiden Begutachtungsverfahren gemeinsam ist, dass zwischen dem Gutachter und dem Betroffenen in den letzten fünf Jahren kein Behandlungsverhältnis bestanden haben darf.

 

Der Gutachter muss sich einen persönlichen Eindruck vom Betroffenen verschaffen. Eine Begutachtung erfordert daher in jedem Fall das persönliche Erscheinen des Betroffenen.

Antragsteller unter 25 Jahren

Die Begutachtung erfolgt gemäß § 4 Allgemeine Waffengesetz-Verordnung (AWaffV) durch ein standardisiertes schriftliches Testverfahren. Ergeben sich nach der Durchführung des Testverfahrens keine Hinweise dafür, dass der Betroffene geistig ungeeignet ist, kann ein positives Gutachtenergebnis bescheinigt werden. Lediglich in den Fällen, in denen sich aufgrund des Testergebnisses Zweifel an der persönlichen Eignung ergeben, muss eine weitere ausführliche Begutachtung des Betroffenen erfolgen.

 

Die Durchführung des schriftlichen Testverfahrens dauert ca. 1,5 Stunden. Das Gutachten kann daher in vielen Fällen mit relativ geringem finanziellen und organisatorischen Aufwand erstellt werden. Ein Vorgespräch ist nicht erforderlich.

Bei Zweifeln an der persönlichen Eignung

Zweifel an der persönlichen Eignung des Betroffenen ergeben sich insbesondere, wenn Hinweise dafür bestehen, dass der Betroffene geschäftsunfähig oder beschränkt geschäftsfähig  ist, alkoholabhängig oder abhängig von anderen Rauschmitteln ist, psychisch krank ist, debil ist oder auf Grund in der Person liegender Umstände mit Waffen oder Munition nicht vorsichtig oder sachgemäß umgehen oder diese Gegenstände nicht sorgfältig verwahren kann oder die konkrete Gefahr einer Fremd- oder Selbstgefährdung besteht. 

 

Abhängig von der Frage, aufgrund welcher Hinweise die Zweifel an der persönlichen Eignung beruhen, kommen unterschiedliche Methoden der Begutachtung zum Einsatz. 

 

Die für die Begutachtung notwendigen Unterlagen übersendet die zuständige Behörde auf Anforderung an den Gutachter. In einem kostenpflichtigen Vorgespräch nach Kenntnisnahme der notwendigen Unterlagen werden Umfang und Methoden der Begutachtung, die Chancen des Betroffenen auf ein positives Gutachtenergebnis und der zu erwartende Kostenrahmen des Gutachtens besprochen.

Björn Bühler

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie

Forensische Psychiatrie

Telefon:  03471 344699 03471 344699

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Björn Bühler