Gutachtenstelle Björn Bühler
Gutachtenstelle Björn Bühler
Sachverständiger für forensische Psychiatrie
Sachverständiger für forensische Psychiatrie 

Was ist forensische Psychiatrie?

Mit dem Begriff "Forensik" werden diejenigen Wissenschaften beschrieben, die zur Unterstützung von Gerichten benötigt werden. Der Begriff leitet sich vermutlich von lateinisch "forum" ab. Damit wurde ein Zentraler Platz der römischen Stadtarchitektur beschrieben, der das Zentrum des öffentlichen Lebens bildete und auch der Ort öffentlicher Gerichtsverhandlungen war. Auch wenn man den Begriff Forensik in diesem Zusammenhang nicht sinnvoll wörtlich übersetzten kann, wäre "Gerichtswissenschaften" eine zutreffende Bezeichnung.

 

Die forensische Psychiatrie ist also derjenige Teil der Psychiatrie, der sich im Wesentlichen mit seelischen Erkrankungen oder Behinderungen im Zusammenhang mit gerichtlichen Fragestellungen befasst.

 

Wesentlicher Teil einer praktischen forensisch-psychiatrischen Tätigkeit ist die Begutachtung von Probanden im Rahmen von gerichtlichenVerfahren. Häufig steht das Strafverfahren im Zentrum des öffentlichen Interesses und der Berichterstattung über forensische Psychiatrie. Im Strafverfahren geht es zumeist um die Begutachtung von Angeklagten bezüglich ihrer Schuldfähigkeit. Aber beispielsweise auch bezüglich der Glaubwürdigkeit von Zeugenaussagen ergibt sich manchmal die Notwendigkeit einer psychiatrischen Begutachtung.

 

Die forensisch-psychiatrische Tätigkeit beschränkt sich aber nicht auf das Strafverfahren. Auch zivilrechtliche Fragen ergeben sich z.b. bei der Begutachtung der Testierfähigkeit oder der Prozeßfähigkeit. Im Betreuungsrecht kommt es regelhaft zur psychiatrischen Begutachtung, im Familienrecht können sich entsprechende Fragestellungen ergeben und auch die psychiatrische Begutachtung zu sozialmedizinischen Fragen in Verfahren vor den Sozialgerichten ist eine forensisch-psychiatrische Tätigkeit.

 

Im klinischen Bereich befasst sich die forensische Psychiatrie mit der Behandlung von psychisch erkrankten Straftätern im Rahmen des Maßregelvollzugs.

 

Straftäter, die aufgrund einer psychischen Erkrankung eine Tat im Zustand verminderter oder aufgehobener Schuldfähigkeit begangen haben und bei denen zu erwarten ist, dass sie weitere erhebliche rechtswidrige Taten infolge ihres Zustands begehen werden, können in Deutschland im speziellen psychiatrischen Krankenhäusern untergebracht werden, wo ihre Erkrankung behandelt wird, bis ein Gericht feststellt, dass außerhalb des Maßregelvollzugs keine solchen rechtswidrigen Taten mehr zu erwarten sind.

 

Straftäter, bei denen das verurteilende Gericht feststellt, dass sie den Hang haben, Alkohol oder andere Rauschmittel, z.B. auch illegale Drogen zu sich zu nehemn und die eine Tat im Rausch begangen haben oder einen Tat begangen haben, die auf diesen Hang zurückzuführen ist, können zur Unterbringung in einer Entziehungsanstalt, einer spezialisierten psychiatrischen Klinik, verurteilt werden. Die Unterbringung dauert längstens zwei Jahre zuzüglich eines maximalen Anteils von zwei Dritteln einer parallel verhängen Haftstrafe. 

 

Björn Bühler

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie

Forensische Psychiatrie

Telefon:  03471 345699 03471 345699

 

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